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Sanierungschancen wahren

PwC Studie Stahlmarkt 2016: „Stahl in 2025: Quo vadis?“

| Pressemitteilung

Die europäische Stahlindustrie steht aufgrund chinesischer Importe und anhaltend negativer Preisentwicklung unter erheblichem Druck

Frankfurt, den 14. Juni 2016. Restrukturierungsexperten machen deutlich: Die europäische
Stahlindustrie steht vor einer strategischen Restrukturierung. Der Grund kommt aus China:
Zwischen 2012 bis 2015 wuchs der europäische Stahlimport aus China und anderen Drittländern laut der World Steel Association jährlich um rund 13%.

Die inzwischen auch nach Auffassung der chinesischen Regierung abzubauenden Überkapazitäten in China entsprechen mengenmäßig fast den Produktionsmengen in der EU (einschließlich des Vereinigten Königreichs). Dies trifft die gesamte europäische Stahlproduktion nachhaltig. Denn gleichzeitig sind die Preise für Stahl – auch in Deutschland – drastisch gesunken. Die Stahlindustrie wird hierzulande zudem mit steigenden regulatorischen Anforderungen und anspruchsvolleren Produkt- und Serviceanforderungen konfrontiert. Dazu zählen beispielsweise die Verschiebung zu komplexeren Produktportfolios, die Überkapazitäten der europäischen Werke und die ambitionierten CO2-Regulierungen. Dumping-Exporte aus China bei gleichzeitig stagnierender chinesischer Wirtschaft tun ein Übriges.

Laut einer Studie der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC, deren Ergebnisse während einer Veranstaltung der TMA Deutschland, einem Verband renommierter Restrukturierungsexperten, präsentiert wurden, wird das durchschnittliche globale Wachstum der Stahlnachfrage bis 2025 rund 2,9% pro Jahr betragen. In Zahlen ausgedrückt waren es 2012 noch 1,5 Millionen Tonnen, die nachgefragt wurden. Bis 2025 werden es 2,2 Millionen Tonnen sein. Und dennoch: „Stahlbeschäftigte demonstrieren für faire Wettbewerbsbedingungen“, so die FAZ am 12.4.2016.

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Europäische Stahlunternehmen benötigen einen Strategiewechsel, um dem Wettbewerb standhalten zu können. Laut Dr. Nils Naujok, Partner und Stahlexperte bei der Strategiebera-tung Strategy&, die Teil des PwC-Netzwerks ist, könnte ein neuer Fokus auf höherwertige Produkte und Digitalisierung einen höheren Wertbeitrag bringen. „Dafür müssen Kundenwünsche in konkrete Produkt- und Service-Anforderungen und neue Prozesse übersetzt werden. Außerdem ist es erforderlich, die wirtschaftliche und operative Effizienz durch die Konzentration auf zentrale Schritte der Wertschöpfung sowie die kontinuierliche Verschlankung von Prozessen zu steigern.“

„Die deutsche Stahlindustrie ist im Wandel, die globale Situation ersichtlich angespannt. Wir erwarten vor diesem Hintergrund strategisch begründete Restrukturierungen und weitere internationale Zusammenschlüsse, die den Markt nachhaltig verändern werden.“, so Kolja von Bismarck, Vorsitzender der TMA, des Verbandes der Restrukturierungsexperten in Deutschland.



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